Praxis Jürgen Stolz

Datenschutzerklärung nach der DSGVO

 

Der Verantwortliche im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung und anderer nationaler Datenschutzgesetze der Mitgliedsstaaten sowie sonstiger datenschutzrechtlicher Bestimmungen ist die:

 

Praxis Jürgen Stolz, Heidehofstr. 25, 70184 Stuttgart, Tel 0711/328463, Mail info@praxis-stolz.de, www.praxis-stolz.de

 

Die Praxis hat keinen Datenschutzbeauftragten, da sie weniger als 10 Angestellte hat.

 

1. Welche personenbezogenen Daten werden erhoben?

Es werden personenbezogene Daten nur dann erhoben und genutzt, wenn ein gesetzlicher Grund für die Erhebung und Nutzung vorliegt. Wir erheben und verwenden personenbezogene Daten nur, soweit dies zur Bereitstellung einer funktionsfähigen Webseite sowie unserer Inhalte und Leistungen erforderlich ist. Als personenbezogene Daten gelten sämtliche Informationen, die dazu dienen, einen Rückschluss auf Ihre Person zuzulassen (z.B. Vor- und Nachname, E-Mail-Adresse, Telefonnummer). Aufgrund Ihrer freiwilligen Eingaben auf der Webseite erheben wir Daten beispielsweise auf dem Kontaktformular (Vor- und Nachname und Ihre E-Mail-Adresse), bei Bestellungen von Publikationen (Inhalt und Adresse) und dem Bestellformular für einen Newsletter (EMailadresse). Die von Ihnen eingegebenen Daten dienen alleine der Kontaktaufnahme und werden gelöscht, sobald sie für die Erreichung des Zweckes ihrer Erhebung nicht mehr erforderlich sind. Im Online-Formular weisen wir Sie nochmals auf den Zweck der Datenerhebung und auf diese Datenschutzerklärung hin. Weitere Daten erheben wir nicht.

 

2. Welche Informationen werden noch erfasst?

Beim Aufruf der Webseite wird Ihre IP-Adresse mit dem Zeitpunkt und Inhalt Ihres Abrufs einschließlich der übertragenen Datenmenge und der Meldung, ob der Abruf erfolgreich war, erfasst. Die vorübergehende Speicherung der IP-Adresse erfolgt, um die Funktionsfähigkeit der Webseite sicherzustellen. Nach Beendigung der Verbindung werden die IP-Adressen anonymisiert und nach spätestens sieben Tagen gelöscht. Mit dem Provider dieser Homepage wurde eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach der DSGVO geschlossen. Diese finden Sie im Anschluss an diese Datenschutzerklärung.

 

3. Auf welche Weise werden Daten erfasst?

Die Daten, die bei jedem Zugriff der Seite erhoben werden, werden automatisch protokolliert; ansonsten nur aufgrund Ihrer Eingabe und beim Bestellservice durch einen temporären Cookie. 

 

4. Wofür werden die Daten genutzt?

Die Daten werden ausschließlich zur Bereitstellung, Optimierung und Sicherheit des Internetangebots genutzt. Mit Ihrer Einwilligung werden Ihre Daten nur zur Entgegennahme Ihrer Mitteilung (z.B. bei der Terminbuchung) oder zur Abwicklung Ihrer Bestellung genutzt.

 

5. Die Daten werden nicht genutzt…

Zur Profilbildung, zu Werbezwecken und werden nicht an Dritte weitergegeben.

 

6. Welche Rechte hat der Besucher der Webseite?

Auskunft, Löschung, Berichtigung, Widerspruch. Ihre Rechte können Sie schriftlich oder per E-Mail gegenüber der im Impressum genannten Stelle geltend machen. Ungeachtet dessen haben Sie das Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde ihres Aufenthaltsorts, ihres Arbeitsplatzes oder des Orts der mutmaßlichen Datenschutzverletzung, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten gegen die Datenschutzgrundverordnung verstößt.

 

7. Hinweis auf Webanalyse

Es kommt kein Webanalysetool wie z.B. Google Analytics oder Matomo (ehemals Piwik) zum Einsatz.

 

8. Verlinkung Sie auf andere Webseiten

Es finden sich Verlinkungen auf andere Webseiten. An den entsprechenden Stellen werden Sie darauf hingewiesen.

 

9. Verwendung von Cookies

In bestimmten Fällen werden Cookies verwendet. Ruft ein Nutzer eine Webseite auf, kann ein Cookie auf dem Betriebssystem des Nutzers gespeichert werden, die beim erneuten Aufruf der Webseite eine eindeutige Identifizierung ermöglicht. Cookies enthalten allerdings keine personenbezogenen Daten und werden nach Ablauf der Sitzung automatisch gelöscht. Im Fall einer Verlinkung können Cookies von Drittanbietern zum Einsatz kommen, ohne dass wir Sie darauf ausdrücklich hinweisen können. Die gängigen Browser erlauben es, die Verarbeitung solcher Cookies festzulegen, so dass Sie das Speichern dieser Cookies in Ihrem Internetbrowser deaktivieren bzw. die Art der Verarbeitung durch Ihren Browser einstellen können. Bei der Deaktivierung ist nicht gewährleistet, dass Sie auf alle Funktionen dieser Webseite ohne Einschränkungen zugreifen können.

 

10. Hinweis auf Verschlüsselung

Dieses Angebot unterstützt gegenwärtig keine Datenverschlüsselung. Bei der Übertragung Ihrer Daten im Internet besteht daher die Möglichkeit, dass diese durch Unbefugte zur Kenntnis genommen oder verändert werden können.

 

 

 

Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung

 

Nach Art. 28 Abs. 3 Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

 

Version 3.0


zwischen

 

Jürgen Stolz / Praxis für Psychotherapie
Heidehofstr. 25
70184 Stuttgart

 

als Auftraggeber
– nachfolgend Auftraggeber –

und

STRATO AG
Pascalstraße 10
10587 Berlin

als Auftragnehmer
- nachfolgend Auftragnehmer –

 

1. Gegenstand und Dauer der Verarbeitung
1.1. Gegenstand der Vereinbarung sind die Rechte und Pflichten der Parteien im Rahmen der Leistungserbringung gemäß Auftrag, Leistungsbeschreibung und AGB (nachfolgend Hauptvertrag), soweit eine Verarbeitung von personenbezogenen Daten durch den Auftragnehmer als Auftragsverarbeiter für den Auftraggeber gemäß Art. 28 DSGVO erfolgt. Dies umfasst alle Tätigkeiten, die der Auftragnehmer zur Erfüllung des Auftrags erbringt und die eine Auftragsverarbeitung darstellen. Dies gilt auch, sofern der Auftrag nicht ausdrücklich auf diese Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung verweist.
1.2. Die Dauer der Verarbeitung entspricht der im Auftrag vereinbarten Laufzeit.

2. Art und Zweck der Verarbeitung
2.1. Die Art der Verarbeitung umfasst alle Arten von Verarbeitungen im Sinne der DSGVO zur Erfüllung des Auftrags.
2.2. Zwecke der Verarbeitung sind alle zur Erbringung der vertraglich vereinbarten Leistung im Bereich Cloud-Dienstleistungen, Hosting, Software as a Service (SaaS) und IT-Support erforderlichen Zwecke.

3. Art der personenbezogenen Daten und Kategorien von Betroffenen
3.1. Die Art der verarbeiteten Daten bestimmt der Auftraggeber durch die Produktwahl, die Konfiguration, die Nutzung der Dienste und die Übermittlung von Daten.
3.2. Die Kategorien von Betroffenen bestimmt der Auftraggeber durch die Produktwahl, die Konfiguration, die Nutzung der Dienste und die Übermittlung von Daten.

4. Verantwortlichkeit und Verarbeitung auf dokumentierte Weisungen
4.1. Der Auftraggeber ist im Rahmen dieses Vertrages für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen der Datenschutzgesetze, insbesondere für die Recht­mäßigkeit der Datenweitergabe an den Auftragnehmer sowie für die Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung allein verantwortlich (»Verantwortlicher« im Sinne des Art. 4 Nr. 7 DSGVO). Dies gilt auch im Hinblick auf die in dieser Vereinbarung geregelten Zwecke und Mittel der Verarbeitung.
4.2. Die Weisungen werden anfänglich durch den Hauptvertrag festgelegt und können vom Auftraggeber danach in schriftlicher Form oder in einem elektronischen Format (Textform) durch einzelne Weisungen geändert werden (Einzelweisung). Mündliche Weisungen sind unverzüglich schriftlich oder in Textform zu bestätigen. Weisungen, die im Vertrag nicht vorgesehen sind, werden als Antrag auf Leistungsänderung behandelt. Bei Änderungsvorschlägen teilt der Auftragnehmer dem Auftraggeber mit, welche Auswirkungen sich auf die vereinbarten Leistungen, insbesondere die Möglichkeit der Leistungserbringung, Termine und Vergütung ergeben. Ist dem Auftragnehmer die Umsetzung der Weisung nicht zumutbar, so ist der Auftragnehmer berechtigt, die Verarbeitung zu beenden. Eine Unzumutbarkeit liegt insbesondere vor, wenn die Leistungen in einer Infrastruktur erbracht werden, die von mehreren Auftraggebern / Kunden des Auftragnehmers genutzt wird (Shared Services), und eine Änderung der Verarbeitung für einzelne Auftraggeber nicht möglich oder nicht zumutbar ist.
4.3. Die vertraglich vereinbarte Datenverarbeitung findet ausschließlich in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum statt, soweit nicht etwas anderes vereinbart ist, z.B. über die Produktbeschreibung der beauftragten Leistung .
4.4. Ist Vertragsbestandteil die Registrierung von Domains bei Registrierungsstellen, die ihren Sitz in einem Drittland haben (außerhalb der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums), ist auch vereinbart, dass der Auftragnehmer personenbezogene Daten - unter Beachtung der zwingend anwendbaren Vorschriften – an diese Registrierungsstellen übermittelt.
4.5. Die Parteien vereinbaren außerdem, dass der Auftragnehmer berechtigt ist, personenbezogene Daten - unter Beachtung der zwingend anwendbaren Vorschriften zur Leistungserbringung in einem Drittland zu übermitteln. Dies ist insbesondere der Fall, wenn Auftragsgegenstand der Dienst eines Drittanbieters ist, der diesen Dienst ganz oder teilweise in einem Drittland erbringt.

5. Rechte des Auftraggebers, Pflichten des Auftragnehmers
5.1. Der Auftragnehmer darf Daten von betroffenen Personen nur im Rahmen des Auftra­ges und der dokumentierten Weisungen des Auftraggebers verarbeiten außer es liegt ein Ausnahmefall im Sinne des Artikel 28 Abs. 3 a) DSGVO vor (Verpflichtung nach dem Recht der Europäischen Union oder eines Mitgliedstaates). Der Auftragnehmer informiert den Auftraggeber unverzüglich, wenn er der Auffassung ist, dass eine Weisung gegen anwend­bare Gesetze verstößt. Der Auftragnehmer darf die Umsetzung der Weisung solange aussetzen, bis sie vom Auftraggeber bestätigt oder abgeändert wurde.
5.2. Der Auftragnehmer unterstützt angesichts der Art der Verarbeitung nach Möglichkeit den Auftraggeber mit geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen bei der Erfüllung der Ansprüche der betroffenen Personen nach Kapitel III der DSGVO. Der Auftragnehmer ist berechtigt, für diese Leistungen eine angemessene Vergütung vom Auftraggeber zu verlangen.
5.3. Der Auftragnehmer unterstützt den Auftraggeber unter Berücksichtigung der Art der Verarbeitung und der ihm zur Verfügung stehenden Informationen bei der Einhaltung der in den Artikeln 32 bis 36 DSGVO genannten Pflichten. Der Auftragnehmer ist berechtigt, für diese Leistungen eine angemessene Vergütung vom Auftraggeber zu verlangen.
5.4. Der Auftragnehmer gewährleistet, dass es den mit der Verarbeitung der Daten des Auftraggebers befassten Mitarbeiter und anderen für den Auftragnehmer tätigen Personen untersagt ist, die Daten außerhalb der Weisung zu verarbeiten. Ferner gewährleistet der Auftragnehmer, dass sich die zur Verarbeitung der personenbezoge­nen Daten befugten Personen zur Vertraulichkeit verpflichtet haben oder einer ange­messenen gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht unterliegen. Gleiches gilt für das Fernmeldegeheimnis nach § 88 TKG und – in Kenntnis der Strafbarkeit – für die Wahrung von Geheimnissen der Berufsgeheimnisträger nach § 203 StGB. Die Vertraulichkeits-/ Verschwiegenheitspflicht besteht auch nach Beendigung des Auftrages fort.
5.5. Der Auftragnehmer unterrichtet den Auftraggeber unverzüglich, wenn ihm Verletzun­gen des Schutzes personenbezogener Daten des Auftraggebers bekannt werden. Der Auftragnehmer trifft die erforderlichen Maßnahmen zur Sicherung der Daten und zur Minderung möglicher nachteiliger Folgen für die betroffenen Personen.
5.6. Der Auftragnehmer gewährleistet die schriftliche Bestellung eines Datenschutzbeauftragten, der seine Tätigkeit gemäß Art. 38 und 39 DSGVO ausübt. Eine Kontaktmöglichkeit wird auf der Webseite des Auftragnehmers veröffentlicht.
5.7. Nach Abschluss der Erbringung der Verarbeitungsleistungen löscht der Auftragnehmer nach Wahl des Auftraggebers entweder alle personenbezogenen Daten oder gibt sie dem Kunden zurück, sofern nicht nach dem Unionsrecht oder nach dem anwendbaren Recht eines Mitgliedstaates eine Verpflichtung zur Speicherung der personenbezogenen Daten besteht oder sich aus jeweiligen vertraglichen Vereinbarungen etwas anderes ergibt. Macht der Auftraggeber von diesem Wahlrecht keinen Gebrauch, gilt die Löschung als vereinbart. Wählt der Auftraggeber die Rückgabe, kann der Auftragnehmer eine angemessene Vergütung verlangen.
5.8. Machen betroffene Person Schadensersatzansprüche nach Art. 82 DSGVO geltend, unterstützt der Auftragnehmer den Auftraggeber bei der Abwehr der Ansprüche im Rahmen seiner Möglich­keiten. Der Auftragnehmer kann hierfür eine angemessene Vergütung verlangen.

6. Pflichten des Auftraggebers
6.1. Der Auftraggeber hat den Auftragnehmer unverzüglich und vollständig zu informieren, wenn er bei der Durchführung des Auftrags Fehler oder Unregelmäßigkeiten bzgl. daten­schutzrechtlicher Bestimmungen feststellt.
6.2. Im Falle der Beendigung verpflichtet sich der Auftraggeber, diejenigen personenbezogenen Daten vor Vertragsbeendigung zu löschen, die er in den Diensten gespeichert hat.
6.3. Auf Anforderung des Auftragnehmers benennt der Auftraggeber einen Ansprechpartner in Datenschutzangelegenheiten.

7. Maßnahmen zur Sicherheit der Verarbeitung gemäß Art. 32 DSGVO
7.1. Der Auftragnehmer ergreift in seinem Verantwortungsbereich geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, um sicher zu stellen, dass die Verarbeitung gemäß den Anforderungen der DSGVO erfolgt und den Schutz für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Person gewährleistet. Der Auftragnehmer ergreift in seinem Verantwortungsbereich gemäß Art. 32 DSGVO geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, um die Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbar­keit und Belastbarkeit der Systeme und Dienste im Zusammenhang mit der Verarbei­tung auf Dauer sicherzustellen.
7.2. Die aktuellen technischen und organisatorischen Maßnahmen sind im Anhang 2 aufgeführt.
7.3. Der Auftragnehmer betreibt ein Verfahren zur regelmäßigen Überprüfung der Wirksamkeit der technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der Verarbeitung gemäß Art. 32 Abs. 1 lit. d) DSGVO.
7.4. Der Auftragnehmer passt die getroffenen Maßnahmen im Laufe der Zeit an die Entwicklungen beim Stand der Technik und die Risikolage an. Eine Änderung der getroffenen technischen und organisatorischen Maßnahmen bleibt dem Auftragnehmer vorbehalten, sofern das Schutzniveau nach Art 32 DSGVO nicht unterschritten wird.

8. Nachweis und Überprüfung
8.1. Der Auftragnehmer stellt dem Auftraggeber alle erforderlichen Informationen zum Nachweis der Einhaltung der in Art. 28 DSGVO niedergelegten Pflichten zur Verfügung und ermöglicht Überprüfungen - einschließlich Inspektionen -, die vom Auftraggeber oder einem anderen von diesem beauftragten Prüfer durchgeführt werden, und trägt dazu bei. Der Auftragnehmer ist berechtigt, eine Verschwiegenheitserklärung vom Auftraggeber und von dessen beauftragten Prüfer zu verlangen. Der Auftragnehmer stimmt der Benennung eines unabhängigen externen Prüfers durch den Auftraggeber zu, sofern der Auftraggeber dem Auftragnehmer eine Kopie des Audit­berichts zur Verfügung stellt. Wettbewerber des Auftraggebers oder Personen, die für Wettbewerber des Auftraggebers tätig sind, kann der Auftragnehmer als Prüfer ablehnen.
8.2. Als Nachweis der Einhaltung der in Art. 28 DSGVO niedergelegten Pflichten reicht dem Auftraggeber die vorliegende Zertifizierung nach ISO 27001 aus. Das jeweils aktuelle Zertifikat stellt der Auftragnehmer auf seiner Webseite zur Verfügung.
8.3. Das Inspektionsrecht des Auftraggebers hat das Ziel, die Einhaltung der einem Auftragsverarbeiter obliegenden Pflichten gemäß der DSGVO und dieses Vertrages zu überprüfen. Der Nachweis der Einhaltung dieser Pflichten wird durch die Zertifizierung nach vorstehendem Absatz erbracht. Sofern der Auftraggeber auf Basis tatsächlicher Anhaltspunkte berechtigte Zweifel daran geltend macht, dass diese Zertifizierungen zureichend oder zutreffend sind, oder besondere Vorfälle im Sinne von Art. 33 Abs. 1 DSGVO im Zusammenhang mit der Durchführung der Auftragsverarbeitung für den Auftraggeber dies rechtfertigen, kann er Vor-Ort-Kontrollen durchführen. Diese können zu den üblichen Geschäftszeiten ohne Störung des Betriebsablaufs nach Anmeldung unter Berücksichtigung einer angemessenen Vorlaufzeit durchgeführt werden.
8.4. Für Informationen und Unterstützungshandlungen kann der Auftragnehmer eine angemessene Vergütung verlangen. Der Aufwand für den Auftragnehmer durch eine Inspek­tion ist grundsätzlich auf einen Tag pro Kalenderjahr begrenzt.
8.5. Sollte eine Datenschutzaufsichtsbehörde oder eine sonstige staatliche oder kirchliche Aufsichtsbehörde des Auftraggebers eine Inspektion vornehmen, gelten die vorstehenden Regeln entsprechend. Eine Unterzeichnung einer Verschwiegenheitsverpflichtung ist nicht erforderlich, wenn diese Aufsichtsbehörde einer berufsrechtlichen oder gesetzlichen Verschwiegenheit unterliegt, bei der ein Verstoß nach dem Strafgesetzbuch strafbewehrt ist.

9. Subunternehmer (weitere Auftragsverarbeiter)
9.1. Der Auftraggeber erteilt dem Auftragnehmer die allgemeine Genehmigung, weitere Auftragsverarbeiter im Sinne des Art. 28 DSGVO zur Vertragserfüllung einzusetzen.
9.2. Die aktuell eingesetzten weiteren Auftragsverarbeiter sind im Anhang 1 aufgeführt. Der Auftraggeber erklärt sich mit deren Einsatz einverstanden.
9.3. Der Auftragnehmer informiert den Auftraggeber, wenn er eine Änderung in Bezug auf die Hinzuziehung oder die Ersetzung weiterer Auftragsverarbeiter beabsichtigt. Der Auftraggeber kann gegen derartige Änderungen Einspruch erheben.
9.4. Der Einspruch gegen die beabsichtigte Änderung kann nur aus einem wichtigen datenschutzrechtlichen Grund innerhalb einer angemessenen Frist nach Zugang der Information über die Änderung gegenüber dem Auftragnehmer erhoben werden. Im Fall des Einspruchs kann der Auftragnehmer nach eigener Wahl die Leistung ohne die beabsichtigte Änderung erbringen oder - sofern die Erbringung der Leistung ohne die beabsichtigte Änderung für den Auftragnehmer nicht zumutbar ist - die von der Änderung betroffene Leistung gegenüber dem Auftraggeber innerhalb einer angemessenen Frist nach Zugang des Einspruchs einstellen.
9.5. Erteilt der Auftragnehmer Aufträge an weitere Auftragsverarbeiter, so obliegt es dem Auftragnehmer, seine datenschutzrechtlichen Pflichten aus diesem Vertrag auf den weiteren Auftragsverarbeiter zu übertragen.
9.6. Als weitere Auftragsverarbeiter im Sinne dieser Regelung sind nur solche Subunternehmer zu verstehen, die Dienstleistungen erbringen, die sich unmittelbar auf die Erbringung der Hauptleistung beziehen. Nicht hierzu gehören solche Nebenleistungen, die sich auf Telekommunikationsleistungen, Druck-/Post-/Transportdienstleistungen, Wartung und Pflege, Benutzerservice oder die Entsorgung von Datenträgern sowie sonstige Maßnahmen zur Sicherstellung der Vertraulichkeit, Verfügbarkeit, Integrität und Belastbarkeit der personenbezogenen Daten, Netze, Dienste, Datenverarbeitungsanlagen und sonstiger IT-Systeme, beziehen. Der Auftragnehmer ist jedoch verpflichtet, zur Gewährleistung des Datenschutzes und der Datensicherheit in Bezug auf die Daten des Auftraggebers auch bei solchen Nebenleistungen angemessene und gesetzeskonforme vertragliche Vereinbarungen sowie Kontrollmaßnahmen zu ergreifen.

10. Haftung und Schadensersatz
10.1. Im Fall der Geltendmachung eines Schadensersatzanspruches durch eine betroffene Person nach Art. 82 DSGVO verpflichten sich die Parteien, sich gegenseitig zu unterstützen und zur Aufklärung des zugrundeliegenden Sachverhalts beizutragen.
10.2. Die zwischen den Parteien im Hauptvertrag zur Leistungserbringung vereinbarte Haftungsregelung gilt auch für Ansprüche aus dieser Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung und im Innenverhältnis zwischen den Parteien für Ansprüche Dritter nach Art 82 DSGVO, außer soweit ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist.

11. Vertragslaufzeit, Sonstiges
11.1. Die Vereinbarung beginnt mit dem Abschluss durch den Kunden. Sie endet mit Ende des letzten Vertrages unter der o.g. Kundennummer. Sollte eine Auftragsverarbeitung noch nach Beendigung dieses Vertrages stattfinden, gelten die Regelungen dieser Vereinbarungen bis zum tatsächlichen Ende der Verarbeitung.
11.2. STRATO kann die Vereinbarung nach billigem Ermessen mit angemessener Ankündigungsfrist ändern. Es gilt Ziffer 1.4 AGB.
11.3. Ergänzend gelten die AGB des Auftragnehmers, abrufbar unter https://www.strato.de/agb/. Bei etwaigen Widersprüchen gehen Regelungen dieser Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung den Regelungen des Hauptvertrages vor. Sollten einzelne Teile dieser Vereinbarung unwirksam sein, so berührt dies die Wirksamkeit der Vereinbarungen im Übrigen nicht.
11.4. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Berlin. Dieser gilt vorbehaltlich eines etwaigen ausschließlich gesetzlichen Gerichtsstandes. Dieser Vertrag unterliegt den gesetzlichen Bestimmungen der Bundesrepublik Deutschland.
11.5. Sollten die Daten des Auftraggebers beim Auftragnehmer durch Pfändung oder Beschlagnahme, durch ein Insolvenz- oder Vergleichsverfahren oder durch sonstige Ereignisse oder Maßnahmen Dritter gefährdet werden, so hat der Auftragnehmer den Auftraggeber unverzüglich darüber zu informieren. Der Auftragnehmer wird alle in diesem Zusammenhang Verantwortlichen unverzüglich darüber informieren, dass die Hoheit und das Eigentum an den Daten ausschließlich beim Auftraggeber als »Verant­wortlicher « im Sinne der DSGVO liegen.

 

Anhang 1 zur Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung - Genehmigte Subunternehmer / weitere Auftragsverarbeiter

 

Stand 20180321

 

Subunternehmer

Land

Adresse

Kurzbeschreibung der Leistung

Content Management AG

Deutschland

Im Medienpark 6, 50670 Köln

Entwicklung, Wartung und Pflege des Hompagebaukastens

ePages GmbH

Deutschland

Pilatuspool 2, 20355 Hamburg

Entwicklung, Wartung und Pflege der Webshops

Open-Xchange GmbH

Deutschland

Martinstraße 41, 57462 Olpe

Entwicklung, Wartung und Pflege des Communicators

1&1 Internet SE

Deutschland

Elgendorfer Straße 7, 56410 Montabaur

Entwicklung und Betrieb der STRATO Online Buchhaltung

Seven IT GmbH

Deutschland

SevenIT, Hauptstraße 40, 77652 Offenburg

Betrieb und Support der STRATO Online Buchhaltung

 

Anhang 2 zur Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung - Technische und Organisatorische Sicherheitsmaßnahmen gemäß Art 32 DSGVO

 

Version 1.0

1. Vertraulichkeit (Art. 32 Abs. 1 lit. b DSGVO)
 1.1 Zutrittskontrolle
Unbefugten ist der Zutritt zu Räumen zu verwehren, in denen Datenverarbeitungsanlagen untergebracht sind.
Festlegung von Sicherheitsbereichen
Realisierung eines wirksamen Zutrittsschutzes
Protokollierung des Zutritts
Festlegung Zutrittsberechtigter Personen
Verwaltung von personengebundenen Zutrittsberechtigungen
Begleitung von Fremdpersonal
Überwachung der Räume

 1.2 Zugangskontrolle
Es ist zu verhindern, dass Datenverarbeitungssysteme von Unbe­fugten genutzt werden.
Festlegung des Schutzbedarfs
Zugangsschutz
Umsetzung sicherer Zugangsverfahren, starke Authentisierung
Umsetzung einfacher Authentisierung per Username Passwort
Protokollierung des Zugangs
Monitoring bei kritischen IT-Systemen
Gesicherte (verschlüsselte) Übertragung von Authentisierungsgeheimnissen
Sperrung bei Fehlversuchen/Inaktivität und Prozess zur Rücksetzung gesperrter Zugangskennungen
Verbot Speicherfunktion für Passwörter und/oder Formulareingaben (Server/Clients)
Festlegung befugter Personen
Verwaltung und Dokumentation von personengebundenen Authentifizierungsmedien und Zugangsberechtigungen
Automatische Zugangssperre und Manuelle Zugangssperre

 1.3 Zugriffskontrolle
Es kann nur auf die Daten zugegriffen, für die eine Zugriffsberechtigung besteht. Daten können bei der Verarbeitung, Nutzung und nach der Speicherung nicht unbefugt ge­lesen, kopiert, verändert oder entfernt werden.
Erstellen eines Berechtigungskonzepts
Umsetzung von Zugriffsbeschränkungen
Vergabe minimaler Berechtigungen
Verwaltung und Dokumentation von personengebundenen Zugriffsberechtigungen
Vermeidung der Konzentration von Funktionen

 1.4 Verwendungszweckkontrolle
Es ist zu gewährleisten, dass zu unterschiedlichen Zwecken erhobene Daten getrennt verarbeitet werden können.
Datensparsamkeit im Umgang mit personenbezogenen Daten
Getrennte Verarbeitung verschiedener Datensätze
Regelmäßige Verwendungszweckkontrolle und Löschung
Trennung von Test- und Entwicklungsumgebung

 1.5 datenschutzfreundliche Voreinstellungen
Sofern Daten zur Erreichung des Verwendungszwecks nicht erforderlich sind, werden die technischen Voreinstellungen so festgelegt, dass Daten nur durch eine Aktion der Betroffenen Person erhoben, verarbeitet, weitergegeben oder veröffentlicht werden.

2. Integrität (Art. 32 Abs. 1 lit. b DSGVO)
 2.1 Weitergabekontrolle
Ziel der Weitergabekontrolle ist es, zu gewährleisten, dass personenbezogene Daten bei der elektronischen Übertragung oder während ihres Transports oder ihrer Speicherung auf Daten­träger nicht unbefugt gelesen, kopiert, verändert oder entfernt werden können, und dass über­prüft und festgestellt werden kann, an welche Stellen eine Übermittlung personenbezogener Daten durch Einrichtungen zur Datenübertragung vorgesehen ist.
Festlegung empfangs- /weitergabeberechtigter Instanzen/Personen
Prüfung der Rechtmäßigkeit der Übermittlung ins Ausland
Protokollierung von Übermittlungen gemäß Protokollierungskonzept
Sichere Datenübertragung zwischen Server und Client
Sicherung der Übertragung im Backend
Sichere Übertragung zu externen Systemen
Risikominimierung durch Netzseparierung
Implementation von Sicherheitsgateways an den Netzübergabepunkten
Härtung der Backendsysteme
Beschreibung der Schnittstellen
Umsetzung einer Maschine-Maschine-Authentisierung
Sichere Ablage von Daten, inkl. Backups
Gesicherte Speicherung auf mobilen Datenträgern
Einführung eines Prozesses zur Datenträgerverwaltungen
Prozess zur Sammlung und Entsorgung
Datenschutzgerechter Lösch- und Zerstörungsverfahren
Führung von Löschprotokollen

 2.2 Eingabekontrolle
Zweck der Eingabekontrolle ist es, zu gewährleisten, dass nachträglich überprüft und festgestellt werden kann, ob und von wem personenbezogene Daten in Datenverarbeitungssysteme eingegeben, verändert oder entfernt worden sind.
Protokollierung der Eingaben
Dokumentation der Eingabeberechtigungen

3. Verfügbarkeit, Belastbarkeit, Desaster Recovery
 3.1 Verfügbarkeit und Belastbarkeit (Art. 32 Abs. 1 lit. b DSGVO)
Brandschutz
Redundanz der Primärtechnik
Redundanz der Stromversorgung
Redundanz der Kommunikationsverbindungen
Monitoring
Resourcenplanung und Bereitstellung
Abwehr von systembelastendem Missbrauch
Datensicherungskonzepte und Umsetzung
Regelmäßige Prüfung der Notfalleinrichtungen

 3.2 Desaster Recovery – Rasche Wiederherstellung nach Zwischenfall Zwischenfall (Art. 32 Abs. 1 lit. c DSGVO)
Notfallplan
Datensicherungskonzepte und Umsetzung

4. Datenschutzorganisation
Festlegung von Verantwortlichkeiten
Umsetzung und Kontrolle geeigneter Prozesse
Melde- und Freigabeprozess
Umsetzung von Schulungsmaßnahmen
Verpflichtung auf Vertraulichkeit
Regelungen zur internen Aufgabenverteilung
Beachtung von Funktionstrennung und –zuordnung
Einführung einer geeigneten Vertreterregelung

5. Auftragskontrolle
Ziel der Auftragskontrolle ist es, zu gewährleisten, dass personenbezogene Daten, die im Auftrag verarbeitet werden, nur entsprechend den Weisungen des Auftraggebers verarbeitet werden können.
Auswahl weiterer Auftragnehmer nach geeigneten Garantien
Abschluss einer Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung mit weiteren Auftragnehmern
Abschluss einer Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung mit STRATO

6. Verfahren zur regelmäßigen Überprüfung, Bewertung und Evaluierung (Art. 32 Abs. 1 lit. d DSGVO; Art. 25 Abs. 1 DSGVO)
Informationssicherheitsmanagement nach ISO 27001
Prozess zur Evaluation der Technischen und Organisatorischen Maßnahmen
Prozess Sicherheitsvorfall-Management
Durchführung von technischen Überprüfungen

 

 

 

 

 

 

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